Auf einmal wird es hörbar. Über dem Grundton scheinen glockenreine Töne zu schweben, aufgereiht wie auf einer klingenden Perlenkette, einfach im Raum stehend, lichtvoll und klar. Seltsam überirdische Klänge wie aus anderen Sphären, Klänge, die atmen und die Hörer einladen, auch die eigenen inneren Räume zum Schwingen zu bringen. Sakrale Klangpoesie aus ursprünglicher Einfachheit und lichtvoller Transparenz
Die besondere Wirkung obertonreicher Musik besteht darin, dass sie ein ganz besonders feines und aktives Hörverhalten hervorbringt und dadurch große Entspannungsmomente erzeugt. Finden sich immer wieder auch rhythmische Akzentuierungen und kraftvoll–vitale Momente, so kann man Schimmelpfengs Musik doch eher als klanglich orientiert und kontemplativ nach innen führend beschreiben.
Im Zentrum des Konzertes steht der Obertongesang. Er wird verbunden mit einem einzigartigen Obertoninstrumentarium aus slowakischer Obertonflöte und indischer Tambura, einer Shruti-Box und tibetischen Langhalstrompete, einer Oberton-Cantele sowie einer Äolsharfe, deren Saiten schon durch sanftes Anblasen zum Klingen gebracht werden können. So lädt der Künstler mit seiner großen Spielfreude die Hörer in einen farbigen Klangraum von archaischer Ursprünglichkeit bis hin zu geistigen Sphären ein.
Karten zu € 10,00 an der Abendkasse
Ebenfalls am 18.09.2011 findet von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr ein Einführungskurs in die Kunst des Obertonsingens im Gemeindehaus statt. Ohne Vorkenntnisse ist es möglich, die Klangwelt der Obertöne in der eigenen Stimme zu erfahren.
Diese spezielle Art des Singens lädt uns ein zu einer faszinierenden Reise in innere Klangräume und zu universellen Klanggesetzen gleichermaßen. Obertöne zu singen und sich dabei in ein inneres Gleichgewicht und einen Gleichklang mit anderen Menschen zu bringen, bringt viel Freude gerade auch für Menschen, die keine musikalischen Vorkenntnisse mitbringen.
Der Teilnahmebeitrag für den Workshop beträgt € 10,00, die Kombikarte € 17,50
Anmeldungen für den Workshop unter Tel. 05634-243
Reinhard Schimmelpfeng wirkt als Obertonkünstler, Obertonkomponist und Klangforscher. Seine musikalischen Wurzeln liegen sowohl in der Musik westlicher Traditionen als auch in außereuropäischen Musikkulturen. Orgel bei Prof. Martin Weyer an der Elisabethkirche Marburg, Kompositionsstudien bei Hans Otte, intensive Beschäftigung mit der indischen Musikwelt.
Als freier Musiker arbeitet Schimmelpfeng seit 1989. Zuvor war er zehn Jahre als Referent für musisch–kulturelle Bildung bei der Bremischen Landeskirche tätig. Überdies hat er langjährige Erfahrung als Dozent an deutschen Hochschulen und bei internationalen Workshops. Von Reinhard Schimmelpfeng sind bislang 6 CDs mit seiner Obertonmusik sowie die DVD „Schimmelpfengs Obertonschule – Ein multimediales Lernfeld zum Erlernen der Kunst des Obertongesanges“ erschienen.
Weitere Informationen zu Reinhard Schimmelpfeng und die Kunst des Obertonsingens erhalten sie unter: www.obertonmusik.com
Man nehme 1 Countrysängerin, 1 Sänger und Gitarristen, 1 Sängerin und Keyboarderin und 1 Tontechniker, garniere mit 1 Gitarrenchor und 1 Frauenchor – und schon füllt man die ganze Netzer Klosterkirche. Ausverkauft – so hieß es bereits nach wenigen Wochen für das Konzert, das am 20. Februar 2011 stattgefunden hat.
Die buntgemischte Zuhörerschaft aus dem Kirchspiel und der Umgebung Netzes und aus zum Teil weitgereisten Fans der Sängerin Dagmar Lay D. hatte sich in der Kirche eingefunden, insgesamt etwa 200 Menschen, um einem Programm beizuwohnen, das vor allem von der neuen CD Lieder für Gott und die Welt stammte. Die Christoffel-Blindenmission aus Bensheim, eine überkonfessionelle christliche Entwicklungshilfeorganisation für Behinderte, konnte im Herbst 2010 in Daressalam in Tansania die zehnmillionste Operation von Grauem Star durchführen – und nahm dies zum Anlass für eine Reihe von Jubiläumsveranstaltungen, zu denen auch Konzerte mit Dagmar und der Musik-Family gehören.
Nach Netze kam sie auf Einladung von Karl-Heinz Hankel, der die Verbindung zur Kirchengemeinde herstellte – zusammen mit ihren Musikern, dem hünenhaften US-Amerikaner Ron Reid Gardner an den Gitarren mit schwarzer Mähne und ebensolcher Stimme und Susanne Blind, die die zweite Stimme sang und auf dem Keyboard begleitete. Der Tontechniker steuerte den Klang in der akustisch nicht leicht zu beschallenden Kirche geschickt aus (es sei verraten, dass Harry Tietz der Ehemann von Dagmar ist). Dagmar ist vor allem in der Countryszene bekannt. Und so klangen denn auch etliche ihrer Stücke nach Truckermusik, doch daneben brachte die Band auch Gospel und einige deutsche Titel zu Gehör. Der Netzer Gitarrenchor unter Uwe Bremmer hatte das Konzert eröffnet und war auch während des Programms der Musik-Family zu hören; vier der jüngeren Mitspielerinnen sangen bei Kinder der Nacht oder Lieber Gott, hörst du mich nicht mit Dagmar gemeinsam. Und den Netzer Frauenchor unter Ulrike Bartsch haben wir so noch nie gesehen: Mit bunten Schals um den Hals swingten die Sängerinnen fröhlich zwischen den Profimusikern und konnten sich dort hörbar gut behaupten.
Das Konzert hat vielen Freude bereitet. Aber Dagmar geht es um mehr, so betonte sie. Mitleid allein hilft nicht, unter diesem Motto ist die Musik-Family auf Konzertreise, um für die Unterstützung der Christoffel-Blindenmission und der Hilfe für augenkranke, blinde, gehörlose und körperbehinderte Menschen zu werben. Die CBM war darum auch mit einem Stand in der Kirche vertreten. Vielleicht hat die Veranstaltung, die Pfarrerin Karin Lilie moderierend rahmte, bei den Besuchern dafür aufmerksam gemacht.
Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.
Nibelungenstraße 124
64625 Bensheim
http://www.cbm.de
Liebe Gemeinde,
der Weihnachtsgottesdienst ist vorbei, aber selbst Netze
vergisst das Internet nicht. Deshalb können Sie sich den Gottesdient
nochmal auf den Seiten des ZDF ansehen.
(Sendung vom: 24.12.2010 / 22:30 Uhr / ZDF)